Bereits im Mai dieses Jahres wussten alle, wie schwer es werden würde, die Zwoot am Leben zu erhalten. Nach Abgängen von vielen Leistungsträgern und den beiden Trainern, plus dem gesundheitsbedingten Ausfall unseres Betreuers, war klar, dass wir vor einer Mammutaufgabe stehen. Es wurde nichts unversucht gelassen, die Truppe wieder auf Kurs zu bringen. Aber mit jedem weiteren Abgang, mit nicht gehaltenen Worten und Zusagen, mit Unzuverlässigkeit im Training, kam ein Tiefschlag nach dem nächsten. Die Spieleranzahl ging immer weiter nach unten. Es war klar, dass uns eine extrem herausfordernde Saison bevorstehen würde.
Zuletzt war die Zwoot dann ein Schatten ihrer selbst. Ein sinnvoller Trainingsbetrieb war bereits länger nicht mehr möglich. Ämter blieben in der Mannschaft unbesetzt. Die Stimmung war am Kippen. Um weiteren Schaden abzuwenden, wurde noch vor dem ersten Spieltag die Entscheidung getroffen, dass die Zwoot erst gar nicht in den Rundenbetrieb startet.
Die Zeiten haben sich geändert. Was früher selbstverständlich war, gilt schon lange nicht mehr. Zuverlässigkeit, Kameradschaft und Sportsgeist sind Werte, die viele nicht mehr schätzen und kennen. Doch davon hat die Zwoot der SGR bzw MSG immer gelebt. Zuletzt waren es wenige, zu wenige, die diese Werte mit Stolz nach außen getragen haben.
Es ist das Ende der Zwoot in Rechtenbach. Ein Ende, welches sich keiner gewünscht hat. Dennoch müssen wir der Realität ins Auge blicken und das Kapitel schließen, auch um weiteren Schaden zu verhindern. Auch wir werden die negative Gesamtentwicklung im Amateursport nicht aufhalten. Bitter ist es dennoch.